AUSSTELLUNG:
AKTUELLE FOTOKUNST SAMMELN! EINE EINFÜHRUNG

IN DER BÜCHERGILDE BUCHHANDLUNG & GALERIE FRANKFURT AM MAIN, AN DER STAUFENMAUER 9

Fotografie als Kunstform sammeln, das hört sich erst einmal ein bisschen komisch an. Irgendwie sind wir sind doch selbst alle ganz passable Fotografen, denen immer wieder ästhetisch anspruchsvolle Bilder gelingen. Warum also Geld bezahlen für etwas, das man auch „homemade“ haben kann?
Meine eigene Fotosammlung (spezialisiert auf: alles, was mir gefällt) enthält ausnahmslos Arbeiten, die ich nicht selbst hätte herstellen können, auch nicht mit dem zufällig geglückten Sonntags-Shot. Ich war nicht wie Barbara Klemm am Tag nach der Maueröffnung in Berlin, um dort Willy Brandt in einer Traube von Menschen von oben zu fotografieren, und selbst wenn ich am gleichen Ort gewesen wäre, hätte ich wohl nicht das Gefühl für den richtigen Bildausschnitt gehabt. Ich habe nicht die Idee zu Hermann Försterlings „Es ist angerichtet“, diese phantasievolle Reizwäschepersiflage, vom Künstler perfekt inszeniert. Ich verfüge nicht über die Technik und die Fähigkeiten von Holger Luczak, digital in einem Bild den gleichen Menschen in mehreren Etappen seiner Bewegung abzubilden, sprich aus vielen Bildern eines zu machen, das irritiert, und so weiter.
Warum aber will ich diese Bilder im Original besitzen und begnüge mich nicht z.B. mit der Zeitungsseite, auf der das Klemm-Foto mal abgebildet war, ja, ich besitze es tatsächlich auch in Form mehrerer Katalogabbildungen! Die Gründe dafür sind die Faszination, die Aura und die Wertigkeit des Originals, die Kunst immer ausmachen, und das so fragile, verletzliche Originalfoto verlangt schon aus dieser Eigenschaft heraus hohen Respekt. Mir meine Fotosammlung anzusehen, bereitet auch deswegen besonderes Vergnügen, weil sich in der Vorsicht, die ich im Umgang mit den Artefakten („Nicht mit den Fingern drauf datschen!“) walten lassen muss, die Außergewöhnlichkeit der Objekte ausdrückt. Und nur auf dem Original sehe ich: wirklich alles.

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AUSSTELLUNG IM KABINETT:
DIE BERLINER HANDPRESSE

Den Frankfurter Grafikbrief gibt es nun seit fast 30 Jahren, und noch nie haben wir die Berliner Handpresse vorgestellt. Ich hatte auch vor vielen Jahren mit den Pressendruckern persönlichen Kontakt, aber die versuchten zu dieser Zeit, ihre Bücher durch Verlage wie Propyläen oder Classen zu vertreiben, so dass es zu keiner direkten Kooperation kam. Die überfällige Würdigung einer der größten Handpressen der Nachkriegszeit wollen wir nun – antiquarisch gut bestückt – endlich nachholen:
1961 gründeten die beiden Kunststudenten Wolfgang Jörg (*1934 in Köln, + 2009) und Erich Schöning (1935 bis 1989) in Berlin die „künstlerische Arbeitsgemeinschaft“ Berliner Handpresse. Das erste Buch, „An die Herrschaften im 5. Stock. Briefe von ***“ war mit zehn Originalholzschnitten versehen. Die vielen Holzplatten für die Druckstöcke waren im Verhältnis zum Buchpreis zu teuer, die Künstler stiegen auf den Linolschnitt um und blieben zeitlebens dabei. 1965 stieß die Brandenburgerin Ingrid Jörg zum Team und eröffnete dort die Abteilung „Originalgrafisches Kinderbuch“.
Wolfgang Jörg und Erich Schöning entwickelten in Zusammenarbeit mit Professor Dr. Walter Huder, dem Leiter des Archivs der Akademie der Künste in Westberlin, eine hohe Kultur literarischer Erstausgaben, vor allem unveröffentlichter Texte aus den Zwanzigerjahren, u.a. ein Romanfragment von Carl Einstein „Laurenz oder Schweißfuß klagt gegen Pfurz in trüber Nacht“, was ihnen von Seiten der ZEIT die grantelnde Kritik einbrachte, ihre Originallinolschnitte machten den endlich zugänglichen Text unnötig teuer...
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EINLADUNG ZUR 30. DEUTSCH-NIEDERLÄNDISCHEN GRAFIKBÖRSE IN BORKEN

FREITAG 3. MÄRZ BIS SONNTAG 5. MÄRZ 2017

Am Stand der Büchergilde treffen Sie an allen drei Messetagen den Künstler Peter Zaumseil. Der Eintritt ist frei, das angeschlossene Parkhaus kostenlos
Schon zum 30. Mal findet diese bedeutendste deutsche Messe für Druckgrafik in der Stadthalle Borken statt. Gegründet wurde sie 1987, weil man gerade in der deutsch-holländischen Grenzregion das Zusammenwachsen Europas auch selbst befördern wollte, eine Idee, die große Aktualität hat!
Eine Jury hat aus 120 (!) Bewerbern, Grafiker/innen, Galerien, Editionen, Fotografen usw. 61 ausgewählt, die ihre Arbeit auf der Grafikbörse präsentieren können.
Die Stadt Borken ist 125 km von Köln, 90 km von Düsseldorf, 85 km von Dortmund, 53 km von Essen entfernt. Auch die Stadt Borken selbst ist sehenswert und verfügt über etliche angenehme Restaurants. Auf Wunsch nennen wir Ihnen – in Zusammenarbeit mit Borkener Büchergilde-Mitgliedern – gern Adressen.

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NEUE ARBEITEN VON PETER ZAUMSEIL AUF DER DEUTSCH-NIEDERLÄNDISCHEN GRAFIKBÖRSE

Von Peter Zaumseil zeigen wir u.a. sein neuestes Künstlerbuch, und das ist wirklich eine Wucht: In 14 Gedichten singt der Dichter Volker Müller ein Loblied auf die Bäume, und Peter Zaumseil hat 9 seiner wunderbaren Landschafts-Farbholzschnitte dazugestellt. Unter jedes Gedicht ist die blasse Kontur eines Holzschnitts gedruckt, und jede Buchseite ist von Zaumseil handsigniert. Das Buch ist sinnigerweise in Buchdeckel aus Holz gebunden, auf dem Titel ist der Orig.-Holzschnitt, der sich auch als Textfond durch das Buch zieht. Der Schuber ist – versteht sich – aus Holzleisten und vorder- wie rückseitig mit einem Orig.-Farbholzschnitt bedruckt.

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EINLADUNG ZUR LEIPZIGER BUCHMESSE 23. BIS 26. MÄRZ 2017

AN UNSEREM STAND: KLAUS SÜSS, ANGELA HAMPEL, KAY VOIGTMANN U.A.

Mal wieder nur Gutes zu vermelden aus Leipzig: Unser wuseliger „Marktplatz Druckgrafik“ ist wieder um etliche Künstler angewachsen, dazu gibt es bei dem von der Messe und den Ausstellern verliehenen Grafikpreis vier bemerkenswerte, noch studierende Preisträger, die ja ihre Arbeit in einer eigenen gewonnenen Messekoje präsentieren. Für mich als nun schon langjähriges Mitglied dieser Jury ist es sehr befriedigend zu sehen, auf welch hohem Niveau an den Kunsthochschulen Druckgrafik entsteht!
An unserem Büchergilde-artclub-Stand in der Halle 3 treffen Sie u.a. Angela Hampel (Samstag 12.00 Uhr) und Kay Voigtmann (dieser ohne terminliche Festlegung), am Messe-Donnerstag den ganzen Tag Klaus Süß, der uns wieder eine „Druckprogression“, also die 8 Druckschritte bis zum Entstehen der fertigen Grafik, zur Verfügung gestellt hat.
Ob wir wieder kostenlose Besucherkarten für Sie von der Messe bekommen, ist leider bei Reaktionsschluss noch nicht klar gewesen, bei Interesse melden Sie sich bitte formlos per e-mail oder Telefon bei uns an.

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EINE NEUE DRUCKPROGRESSION VON KLAUS SÜSS

8 DRUCKSCHRITTE, BIS DIE FORM VERLOREN IST

Bei der Holzschnitttechnik der verlorenen Form wird an immer der gleichen Holzplatte weitergeschnitten. Um das nachvollziehbar zu machen, hat der Künstler die einzelnen Zustands- und Zusammendrucke zu einer Kasssette zusammengefasst.
Die Grafik trägt den beziehungsreichen (sic!) Titel: Hochschaukeln, und das dargestellte Paar, zu einer schaukelartigen einzigen Figur verschmolzen, lässt Raum, diese Metapher in jede Richtung zu interpretieren...

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WÜRDIGUNG UNSERES BRIEFKUVERT-KÜNSTLERS ARMIN HOTT

Auf unsere mit Briefpost versandten Kuverts lassen wir regelmäßig eine Grafik drucken, um unsere "Kunstpost" auch schon rein äußerlich von Prosaischem abzuheben. Der Schöpfer der fröhlichen Grafik ist der 1960 in Landau geborene Armin Hott. Er studierte Kunsterziehung in Mainz, sattelte aber frühzeitig um auf Erschaffen statt Lehren. Seit 1982 arbeitet Hott als freischaffender Künstler in Kandel bei Karlsruhe. Eines seiner Markenzeichen ist, dem Menschen den Spiegel seiner Eigenarten durch Übertragung auf Rabe und Huhn vorzuhalten…

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…UND KATJA ZWIRNMANN WILL SPIELERISCH IHR ERINNERUNGS-
VERMÖGEN TRAINIEREN

Katja Zwirnmann, ein weiterer augen:falter, hat ein Faible für vertrackte original-grafische Spiele, und damit wahrscheinlich eine Alleinstellung. In ihrem neuesten Spiel geht es darum, zwei nicht identische Memo-Karten zu 32 ausgewählten Meilensteinen der Science-Fiction-Literatur und Filmkunst, von unterirdischen Reisen bis Cyberpunk, zusammenzubringen. Die 64 Karten Paare sind jeweils zweifarbige Orig.-Linolschnitte.

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