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 20 JAHRE ANDANTE HANDPRESSE BERLIN PETER RENSCHAUSSTELLUNG IN DER BÜCHERGILDE-GALERIE FRANKFURT/M. 3. Sept. – 13. Okt. 2010, Montag bis Samstag 10.00 – 19.00 Uhr.
Eröffnung am Freitag, den 3. September um 19.30 Uhr. Peter Rensch ist persönlich anwesend, es gibt eine szenische Lesung expressionistischer Texte. Der Eintritt ist frei und jede/r herzlich willkommen
Vor 20 Jahren, 1990, gründeten Inga und Peter Rensch die ANDANTE Handpresse Berlin-Schöneberg. Der Name war programmatisch: in der Musiksprache bedeutet andante gehend, schreitend und bezeichnet ein mittleres Tempo. ANDANTE-Bücher sollten weniger "Lesefutter" als Bilder-Bücher sein, die "schwarze Kunst" sollte Farbe bekommen. Es sollte eine gemäßigtere Gangart gewählt, dem Auge Zeit gelassen werden. Oftmals füllt lediglich ein Gedicht ein ganzes Buch.
Peter Rensch wurde 1956 in Berlin geboren. Nach dem Abitur absolvierte er 1974 – 76 eine Schriftsetzerlehre, besuchte aber schon seit 1972 Zeichenkurse im Werkstudio Grafik Berlin bei Wolfgang Leber. 1978 – 81 schloss sich ein Typografiestudium an der Fachschule für Werbung und Gestaltung Berlin an. Ab 1983 arbeitete Rensch als freischaffender Künstler und Typograf. Nachdem er 1984 einen Ausreiseantrag aus der DDR gestellt hatte, hatte er Ausstellungsverbot und schlug sich u.a. als Kartenabreißer am Deutschen Theater durch.
Nach der Ausreise nach Westberlin 1987 arbeitete Rensch für die Edition Handpresse Gutsch, hier entstanden 1988 erste eigene Bücher als Handpressendrucke, die ab 1990 unter dem Namen der Andante Handpresse erschienen. Seit 2005 ist er Dozent an der renommierten OSTKREUZ Schule für Fotografie, Berlin.
Die farben- und lebensfrohen Bilder von Peter Rensch in Büchern wie einzelnen Bildern stehen singulär in der zeitgenössischen Grafikszene.
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 INGA RENSCH1966 - 2010 Inga Rensch ist Ende April im Alter von nur 44 Jahren nach langer, schwerer Krankheit gestorben. Sie hinterlässt eine 9-jährige Tochter. Die Künstlerin, Tochter der Kunsthistoriker Ursula und Günter Feist, hatte nach ihrer Ausreise aus der DDR 1987 in West-Berlin an der Hochschule der Künste studiert und war Meisterschülerin bei K. H. Hödicke. Mit Peter Rensch gründete sie die Andante Handpresse, in der originalgrafische Bücher beider Künstler erschienen. 1998 bis 2003 leitete sie das Künstlerhaus Ahrenshoop. 2004 – 2009 war sie Mitbegründerin und Leiterin der Galerie charlier Berlin. Arbeiten von Inga Rensch befinden sich u.a. im Germanischen National-museum Nürnberg und im Bundesjustizministerium Berlin. Wir haben Arbeiten der Künstlerin in Ausstellungen hier 1996 und 2000 gezeigt, im Büchergilde art-club erschien ihr Folienschnitt "Kotospielerin". Wir haben von ihrer Krankheit leider nichts gewusst. Wir vermissen sie. ZU DEN ARBEITEN DER KÜNSTLERIN |  HANS TICHA 70Hans Ticha, 1940 in Tetschen/Bodenbach im heutigen Tschechien geboren, studierte an der Kunsthochschule Berlin/Weißensee und lebte bis 1989 als freischaffender Künstler in der DDR. Seine regimekritischen Bilder konnte er nur wenigen Freunden zeigen, er lebte von Illustrationen von Büchern und für Magazine.
Als – gerade rechtzeitig, bevor das SED-Regime eine Anklage gegen ihn erheben konnte, die Mauer fiel, war Ticha 50 – und damit kein Künstler mehr, der für den westdeutschen Galerienmarkt interessant war. Dies, obwohl die FAZ ihn für den interessantesten neuen Künstler auf der Biennale Venedig 1990 hielt. Ticha hat trotzdem eine zweite Karriere in Gesamtdeutschland gemacht, wenn auch - wieder - unter erschwerten Bedingungen, rote Teppiche rollte allenfalls die Büchergilde aus. Seine neuesten Holzschnitte zeigen, warum er immer erfolgreich ist: es ist seine ungebrochene Lust an der Reduktion unserer Weltsicht auf deren Kern.
ZU DEN ARBEITEN DES KÜNSTLERS |
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 ERSTER UND VIELLEICHT SCHON VORLETZTER AUFRUF:TABOR GRAFIKKALENDER 2011Von Karl-Georg Hirsch bis K.H. Hödicke stehen die ‚Kunstpromis' Schlange, von Franziska Neubert über Claudia Rößger bis Franca Bartholomäi steuern die jungen Erfolgreichen das ihre dazu bei. Alte Bekannte wie Detlef Karsten und Ralf Kerbach (Prof. in Dresden) zeigen ihre ‚steinigen’ (lithos: griech.: Stein) Fertigkeiten, Thomas M. Müller (Prof. in Leipzig) versprüht hinter-sinnigen Witz wie immer, Martin Dammann verrätselt lithografisch die Motive alter Fotos, Jan Muche füllt mit seinen 35 Jahren schon mehrere Internetseiten mit seiner Biografie, B. C. Epker (NL) und Frédérique Loutz (F) ermöglichen den Blick über den deutschen Kunsttellerrand.
Wenn Sie den Kalender haben wollen, bestellen Sie ihn bitte bald - denn der Kalender für 2010 war schon Anfang Oktober 2009 vergriffen. ZU DIESEN ARTIKELN |  KALENDER-TREUEPREIS FÜR EINE LEBECK-FOTOGRAFIE Es gibt auch wieder einen Kalender-Treuepreis, dieses Mal für eine Originalfotografie des berühmten Robert Lebeck: für letzt- und diesjährige Käufer des Tabor Kalenders sowie Käufer von 2 Expl. des Kalenders 2011 kostet die híer abgebildete Originalfotografie statt normal 350.- nur EUR 150.- (Die Exemplare werden unter allen Interessenten am 31.10.10 verlost).
Lebeck, 1929 in Berlin geboren erlernte die Fotografie autodidaktisch und arbeitete ab 1952 als Fotoreporter, zunächst für verschiedene Heidelberger Zeitungen, später für Illustrierte wie Revue, Kristall und Stern. Von 1977 bis 1978 war er Chefredakteur des Magazins Geo. Ab 1979 arbeitete er wieder für den Stern. 1991 erhielt er den Dr.-Erich-Salomon-Preis der deutschen Gesellschaft für Photographie, 2002 den Infinity Award des I.P.C New York, 2007 bekam er als erster Fotograf den Henri-Nannen-Preis für sein Lebenswerk verliehen. 2008 zeigte der Berliner Martin-Gropius-Bau eine umfangreiche Retrospektive seiner Fotos. ZU DIESEN ARTIKELN |
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 BERNHARD JÄGER Der Documenta-Teilnehmer hat seit Jahren an einer großen Monografie seines Werkes gearbeitet. Was lange währte, wurde reine Wucht: großformatig: 35 x 27 cm; umfangreich: 272 S.; üppig bebildert: 386 Abbildungen, und sicher jeden der 59 Euros wert, die die Normalausgabe kostet. Pikant aber ist die Vorzugsausgabe:
Zum Buch gibt es ein Wandrelief aus polymer gebundener Bronze (Bronze mit Steinmehl versetzt) 18 cm H, 29,5 cm B, 1 cm T, signiert und nummeriert, Auflage 480 Expl., sowie die Farblithografie „Jumbo der Elefant“, 18 x 14,5 cm, handsigniert, das Ganze EUR 290.- ZU DEN ARBEITEN DES KÜNSTLERS |  HERMANN NAUMANNSeine in der DDR bei Reclam Leipzig entstandenen originalgrafischen Bücher sind ein Genuss, und ich kenne keinen anderen Künstler, der noch im Punzenstich arbeitet: dabei nutzt der Künstler eine "Punze", das ist eine Art Stichel, deren Spitze, durch ein Hämmerchen betrieben, kleine Vertiefungen in der Kupferplatte hinterlässt, Durch Verdichtung entsteht der Eindruck von Tiefe, von Plastizität. Der hier abgebildete Punzenstich stammt aus Naumanns Buch "Meine Jüdischen Augen".
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 LUBOK 9
ist erschienen mit je 4 ganzseitigen Schwarz-Weiß-Linolschnitten von 34 Malereistudenten der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, darunter auch die Neo-Rauch-Schüler Julia Weck und Sebastian Speckmann. Das ist ganz in der Bilderbuch-Intention der Lubok-Reihe und spannend zu sehen, welche Vielfalt die studentischen „Handschriften“ aufweisen. Damit ist dies die umfangreichste Lubok-Ausgabe aller Zeiten – aber glücklicherweise hat sich das rasante Editionstempo des Lubok-Verlages ein wenig verlangsamt – man kam ja mit dem Neubau von Bücherregalen kaum nach….
ZU DIESEN ARTIKELN |  HANS TRAXLER KLEIDET EICHENDORFF IN LEDERTraxler, der geniale Cartoonist und Illustrator, der Pardon, Titanic und (bei der Büchergilde) Mark Twains Texte zu herrlichen Sehgenüssen werden ließ, hat aus Anlass des nun schon ein bisschen zurückliegenden 150. Geburtstages Josephs von Eichendorff dessen „– Aus dem Leben eines Taugenichts“ zu einer gezeichneten Gestalt verholfen – die Illustration ist wunderschön, und es gibt sie auch in handschmeichelndem Leder: ZU DIESEN ARTIKELN |
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 DER PIN UP KALENDER 2011 „DELIKAT“ UND MEHR ALS DOPPELT SO GROSS WIE BISHER Halina Kirschner, Gerlinde Meyer, Nadine Prange und Katja Spitzer, die vier jungen Künstlerinnen aus Leipzig, die nun im 4. Jahr für die Büchergilde den schon fast Kult gewordenen Pin up Kalender erschaffen, arbeiten inzwischen alle freischaffend. Und so gibt es mehrere Innovationen: der Kalender ist mehr als doppelt so groß, er hat eine Ringelbindungen, damit man die Blätter umklappen kann, und es gibt eine Vorzugsausgabe zum Kalender, bei der von jeder Künstlerin lose eine weitere signierte Grafik beiliegt. Und diese Grafiken können auch einzeln erworben werden. ZU DIESEN ARTIKELN |  DIE FRANKFURTER BUCHMESSE Findet in diesem Jahr sehr früh statt:
Von Mittwoch, den 6.10. bis Sonntag, den 10. Oktober. Geöffnet ist jeweils von 9.00 bis 18.30 Uhr.
Wünsche für Eintrittskarten-Beschaffungshilfe an den Fachbesuchertagen Mi – Fr bitte jetzt unter Angabe des gewünschten Besuchstages äußern, versprechen können wir freilich nichts.
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