AUSSTELLUNG: JÜRGEN WÖLBING (1942 – 2009) ZUM SIEBZIGSTEN GEBURTSTAG

ERÖFFNUNG AM FREITAG, DEN 20. JANUAR 2012 UM 19.30 UHR

Zur Eröffnung gibt es ein Gespräch mit Jürgen Wölbings langjährigem Arbeitspartner Horst Eschwege.
Die Ausstellung ist vom 20.1.2012 bis zum 22.2. 2012 in der Büchergilde Buchhandlung & Galerie Frankfurt, jeweils Montag bis Samstag 10.00 – 19.00 Uhr zu sehen.


Jürgen Wölbing wäre am 14.1.2012 siebzig Jahre alt geworden. Der Künstler, 1942 in Breslau geboren, gehört zu den wichtigen Vertretern der westdeutschen Druckgrafikszene in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Als Spiritus Rector des „Künstler Syndikat Frankfurt“ war er maßgeblich beteiligt an der Entwicklung der in den 1960er Jahren neuen grafischen Technik des künstlerischen Offsetdruckes, den er – zusammen mit dem Druckermeister Horst Eschwege – experimentell bis an seine Grenzen führte. Dabei war Wölbing ein brillanter Zeichner und Holzschneider, dessen Holzschnitte und Flachdruckgrafiken vor feinsten Details nur so strotzen.

Er gewann 1981 den wichtigsten Preis für Lithografie (Senefelder-Preis), 2001 den wichtigsten Preis für Illustration (Hans-Meid-Preis), 2007 den wichtigsten Preis für Pressendrucker (V.O.Stomps-Preis für das ‚Kunsthaus Hinter den Zäumen’). Das Auswärtige Amt wählte seine Arbeiten neben denen von HAP Grieshaber, A. Paul Weber und Michael Mathias Prechtl aus für eine Ausstellung „Realistische Grafik der BRD“. 1985 erhielt Wölbing mit seinen Arbeiten zu Carl Gustav Carus’ Fragmenten eines male-rischen Tagebuch als erster moderner Künstler eine Einladung zu einer Ausstellung im Frankfurter Goethe-Museum (Goethe-Haus).

Seiner filigranen Arbeit kann man eigentlich nur gerecht werden, wenn man die Grafiken 'life' sieht.

ZU DEN ARBEITEN DES KÜNSTLERS

NEU VORGESTELLT: DER APHAIA VERLAG BERLIN

Der APHAIA VERLAG wurde 1986 von Svea Haske und Sonja Wendeler gegründet. Das Verlagskonzept verbindet Literatur mit Musik und Bildender Kunst von Zeitgenossen. Den Namen entlieh der Verlag dem Tempel der Aphaia auf der griechischen Insel Aigina. So wie dieser mit dem Parthenon-Tempel in Athen und dem Poseidon-Tempel auf Kap Sunion ein gleichschenkliges Dreieck bildet, sehen die Verlegerinnen den Gleichklang von Text, Bild und Musik. Sie verlegen ausschließlich literarische Erstveröffentlichungen und geben oft für die Vertonung der lyrischen Texte Komponisten entsprechende Aufträge. Noten werden dann mitgedruckt. Die Bücher sind liebevoll ‚von Hand’ gemacht und ausgesprochen preiswert.

Abb.: Lichtdruck von Katrin Kunert aus 'The Mystery is: you are and you are not'

ZU DIESEN ARTIKELN

EIN MEISTER DER LITHOGRAFIE: JOACHIM LAUTENSCHLÄGER

Lautenschläger, 1944 in Zwickau geboren, studierte 1965 – 1970 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst, u. a. bei Werner Tübke. Seit 1973 lebt er, mit Unterbrechungen, als freischaffender Künstler in der Nähe von Neustrelitz. Lautenschläger gehört zu den wenigen Künstlern, die in ihrem Atelier eine eigene Lithografie-Presse betreiben. Als erste Arbeit des Künstlers stellen wir hier einen opulent bebilderten Pressendruck vor: er enthält 7 Farblithografien von jeweils vier Steinen!

ZU DIESEM ARTIKEL

UNSER NEUES BRIEFKUVERT ZIERT EIN LINOLSCHNITT VON WIENKE TREBLIN.

Sie ist eine der Krefelder Studierenden, die wir im vergangenen Herbst mit unglaublich großer Resonanz hier ausgestellt haben. Geboren 1973 in Rotenburg (Wümme), 2001 – 2006 Studium am Fachbereich Design der Hochschule Niederrhein in Krefeld, Abschluss Diplomdesignerin (FH) Schwerpunkt Illustration, lebt als freiberufliche Illustratorin und Autorin in Krefeld und kann bereits auf ein größeres Illustrationswerk zurückblicken

ZU DEN ARBEITEN DER KÜNSTLERIN

DIE ANDERE BIBLIOTHEK BRINGT DEN UR-GRIMM MIT BILDERN VON ALI SCHINDEHÜTTE

Vor knapp 200 Jahren erschienen die Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm in der ersten – und heute weitgehend unbekannten – Fassung. Der neue opulente Sonderband der ANDEREN BIBLIOTHEK macht diese Erstfassung wieder zugänglich – und erzählt die Geschichten der bisher so gut wie namenlosen Zuträger. Und es gibt einen Subskriptionspreis von jetzt EUR 79.- (gegenüber demnächst EUR 99.-)

ZU DIESEM ARTIKEL

CHRISTA WOLF 18.3.1929 – 1.12.2011

Nein, nicht noch ein Nachruf, es stünde mir auch nicht zu. Ich habe sie in den letzten Jahren noch manchmal persönlich getroffen, wenn ich ihren Mann, den Verleger Gerhard Wolf, in der gemeinsamen Wohnung besuchte. Sie war ein feiner, sehr unprätentiöser Mensch. 1994 hielt Friedrich Schorlemmer eine Rede zu ihrem 65. Geburtstag, die die Büchergilde als Privatdruck in feinster Ausstattung vorgelegte, aber unter bisherigen Ausschluss der Öffentlichkeit. Wir haben signierte und unsignierte Exemplare, auch eine Radierung ihrer Freundin Gerda Lepke, auf die Christa Wolf Blatt für Blatt einen Aphorismus von Hand schrieb.

ZU DEN ARBEITEN DER KÜNSTLERIN

ANDANTE HANDPRESSE: KAPITÄLCHEN 10

EIN GEDICHT VON HEINRICH HEINE

Kennen Sie den östlichen Berliner Vorort Friedrichshagen (Köpenick)? Wurde vor gut 250 Jahren von Friedrich II. gegründet, liegt malerisch am Müggelsee (mit Brauerei), hat mit der Bölschestraße eine wunderbare Flanier- und Einkaufsstraße mit dem Flair des 18. Jahrhunderts und und und, und so was zieht Künstler an. Peter Rensch hat dort seine Werkstatt, und er findet direkt vor der Haustür die Künstler/innen, die die schönen Hefte seiner Kapitälchen bebildern, so auch Ute Hausfeld (*1951 in Friedland/Mecklenburg), die zu Heinrich Heines Gedicht :
' Sie saßen und tranken am Teetisch'. 12 Original-Klischee-Drucke schuf.

ZU DIESEN ARTIKELN

VOIGTMANN, MACKENSEN, RANFT, RITSOS…

Was haben diese Künstler gemeinsam? Sie haben Bücher für die Büchergilde illustriert, teilweise schon vor langer Zeit, es gab Vorzugsausgaben, die sind lange vergriffen, aber ich habe wieder Exemplare, und meist zu den Originalpreisen.

ZU DIESEN ARTIKELN

UND NUR MAL SO, DAMIT DER GRIESHABER NICHT GANZ VERGESSEN GEHT,

NACHDEM SEIN 100. GEBURTSTAG RUM IST:

Ein 'Engel der Geschichte', vielleicht der schönste, der 'Engel der Psychatrie', mit 7 Original-Holzschnitten, von denen 6 handsigniert sind…

ZU DIESEM ARTIKEL

UND WIE ES 2012 WEITERGEHT:

Am Freitag, den 24. Februar, 19.30 Uhr, eröffnen wir die Ausstellung: Helge Leiberg – Originale der Illustration von Charles Bukowski Der Mann mit der Ledertasche. Helge Leiberg wird da sein! Sollten Sie überlegen, die Vorzugsausgabe mit der Farblithografie von Leiberg anzuschaffen (EUR 128.-): Es wird langsam knapp…
Freitag 2. März – Sonntag 5. März 2012 finden Sie uns auf der 25. Deutsch-Niederländ. Grafikbörse in Borken, unsere Gastkünstlerin dort ist Franziska Neubert.
Donnerstag 15. März – Sonntag 18. März: Buchmesse Leipzig – mit sehr viel mehr Künstlern und Druckpressen als in den letzten Jahren, vielleicht Keim einer neuen Grafikmesse…