WIR LADEN SIE SEHR HERZLICH EIN ZU UNSERER AUSSTELLUNG

REINHARD STANGL –
FARBGEWITTER IN LITHOGRAFIE

21.11.2017 BIS ZUM 15.1.2018 IN DER BÜCHERGILDE BUCHHANDLUNG & GALERIE FRANKFURT AM MAIN, AN DER STAUFENMAUER 9, MO - SA 10.00 BIS 19.00 UHR

Er selbst fasst seinen Lebenslauf in wenige Worte: „Geboren in schwierigen Zeiten, trotz vieler Mahnungen Maler geworden und nicht Künstler... Viel zu viele Ausstellungen in zu vielen Ländern, lebt er am liebsten in Berlin und beneidet niemand um nichts. Ist produktiv und hat Ideen. Liebt u.a. auch Landschaften, Bars und Städte bei Nacht...“

Wenn Sie es ein bisschen ausführlicher wissen wollen, wie z.B. sein mit dem 1. Preis ausgezeichneter Entwurf für das Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin ausgesehen hätte und welcher Bundeskanzler dessen Realisierung verhindert hat, klicken Sie bitte auf das Bild

ZU DEN ARBEITEN DES KÜNSTLERS

IM KABINETT:
ELFRIEDE WEIDENHAUS – FARBE AUFGELEGT. HANDKOLORIERTE RADIERUNGEN

Elfriede Weidenhaus, 1931 in Berlin geboren, gehört zu den wenigen Frauen ihrer Generation in der deutschen Druckgrafik und Buchkunst. Ähnlich wie Bele Bachem hat sie sich zudem der Erotik verschrieben, kein Karriereturbo für weibliche Künstler in ihrer Zeit.

Weidenhaus studierte von 1947 bis 1950 bei Max Schwimmer an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Von 1953 bis 1990 arbeitete sie als freischaffende Malerin und Grafikerin in Stuttgart, seit 1991 in Erkenbrechtsweiler. Weidenhaus hat mehr als 50 Bücher illustriert, die meisten mit Originalradierungen, die sie meist auch selbst gedruckt hat. 1959 gründete sie die Zikadenpresse, in der sie vor allem Texte aus der klassischen griechischen Literatur verlegte, die von ihr üppig illustriert wurden, neben zahlreichen Zeichnungen immer auch mit Originalradierungen.

Weidenhaus ist auch Malerin und hat mit ihren auf Metallplatten gemalten Bildern Furore gemacht, aber an sich ist sie eine Künstlerin, die ihr ganzes Leben mit dem Radieren zugebracht hat. In der Regel schuf sie schwarz-weiße Strichätzungen. In den letzten Jahren hat sie diesen Purismus etwas gelockert zugunsten einer zauberhaften pastelligen Aquarellierung. Unsere Ausstellung zeigt erstmals diese neu aquarellierten Radierungen.

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ELFRIEDE WEIDENHAUS' ZIKADENPRESSE...

Seit 1959 aber betreibt Elfriede Weidenhaus die Zikadenpresse, in der sie vor allem Texte aus der klassischen griechischen Literatur verlegt, die von ihr üppig illustriert werden, neben zahlreichen Zeichnungen immer auch mit von Hand gedruckten Originalradierungen. Die Bindung ist meist aufwändig in Leder, Leinen, Halbleder, die Grafiken sind einzeln signiert, die Bücher zusätzlich noch einmal im Impressum. So wünscht man sich den Pressendruck.

Wer Buchkunst sammelt, sollte wenigstens einen Druck der Zikadenpresse besitzen, an diesem Druckkunst-Gebirge von Elfriede Weidenhaus kommt die Kunstgeschichte der deutschen Pressendrucke nicht vorbei.

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DIE TOLLEN HEFTE – „SAMMLERSTÜCKE“

Ich habe unter zig Millionen Antiquariats-angeboten im Internet keine einzige Tolle-Hefte-Vorzugsausgabe finden können und auch die alten Hefte in Normal-ausgabe gibt es entweder gar nicht oder aber zu „Tollen Preisen“ – Hennig Wagenbreths „Das Geheimnis der Insel St. Helena“ von 2002 etwa für 180 Euro… Warum das so ist, kann ich auch nicht erklären.

Umso mehr freue ich mich, dass ich ein großes Konvolut von römisch nummerierten Künstlerbeleg-Exemplaren der Vorzugsausgaben und ganz alten Tollen Heften zusammentragen konnte, die natürlich mehr kosten als bei Erscheinen, aber keine Mondpreise haben. Leider gibt es oft nur ein Exemplar...
Eine kleine Geschichte der Tollen Hefte lesen Sie nach Klick auf das Bild.

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DIE AKTUELL LIEFERBAREN TOLLEN HEFTE

gibt es für 16,90 oder für Mitglieder der Büchergilde gar für schmale EUR 14,95. Da ich aus allererster Hand weiß, dass im nächsten Jahr a) zum einen nach 27 Jahren (!!!) der Verkaufspreis erhöht wird, es b) es dann die Tollen Hefte wirklich nur noch für Mitglieder der Büchergilde geben wird, rate ich, sich schnell noch mit dem Lieferbaren zu versorgen und/oder aber natürlich Mitglied der Büchergilde zu werden bzw.die Tollen Hefte zu abonnieren, was Sie mit einer formlosen mail an info@grafikbrief.de bewerkstelligen können. Eine kleine Geschichte der Tollen Hefte lesen Sie nach Klick auf das Bild.

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KÄME ES NICHT VON ANDREA LANGE, WÄRE ES EINE SENSATION… UND SO?

Wenn man einfach so plötzlich, z.B. auf einer Messe, auf einen Pressendruck wie das unten annoncierte Buch mit einem Text von Wolfgang Borchert und sage und schreibe allein 12 eingebundenen Orig.-Radierungen von Andrea Lange stoßen würde, hätte man das Gefühl, einer Sensation zu begegnen. Da es sich aber um das neueste Buch von Andrea Lange handelt, weiß die geneigte Kennerin wie ihr männliches Pendant, dass größtmöglicher Aufwand bei handwerklicher Perfektion, gepaart mit überraschendem Erfindungsreichtum geradezu deren Markenzeichen ist – und (be)wundert sich nur mäßig. Das ist fast ein Fluch für die Künstlerin, dass sie bisher mit praktisch jedem neuen Buch die Latte für sich selbst ein bisschen höher gelegt hat.

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CLAUDIA BERG WÜRDIGT THEODOR STORM

Es gibt einen Baumarkt, der wirbt für das Kaufen seiner Produkte mit dem Slogan „Wenn es gut werden soll… dann XY“. So ähnlich scheint es Literatur-Museen zu gehen, wenn sie ihren Autoren die höchste Textehre erweisen wollen, sie nämlich originalgrafisch illustrieren zu lassen – dann melden sie sich bei der 1976 in Halle an der Saale geborenen und dort auch lebenden Claudia Berg. Nach der Arbeitsstelle für Lessing-Rezeption Kamenz, für die Berg u. a eine geniale Illustration der „Ringparabel“ geschaffen hat, bat nun das "Literaturmuseum Theodor Storm" Heiligenstadt die Künstlerin, zum 200. Geburtstag Storms einen Band mit Gedichten des Jubilars zu veredeln – und ihre ebenso nüchternen wie geheimnisvollen Kaltnadelradierungen passen in absoluter Kongenialität zu den Stimmungen in Storms Texten.

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EIN TABOR-KALENDER OHNE TRUMP

Als Thomas Hornemann im Sommer sein Portrait von Dagobert Trump auf 4 Lithosteine zeichnete, plante er einen bildlichen Nachruf auf einen dann im Januar 2018 nicht mehr im Amt befindlichen amerikanischen Präsidenten. Nun, die Zeit wird knapp, und machem schlägt die Vorstellung auf den Magen, dass er das Jahr 2018 mit dem Abbild eines noch im Amt befindlichen Tramp beginnen soll. Deshalb bieten wir jetzt auf Wunsch auch Taborkalender ohne Trump an (natürlich mit einer anderen signierten Orig.-Farblithografie)

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EIN FILM VON JIM AVIGNON ÜBER DEN TABOR KALENDER BEI ARTE

Es ist jetzt schon einige Wochen her, dass auf arte ein Film über den Tabor Kalender lief, den der Sender bei Jim Avignon (*1968), einer der ungewöhnlichsten Figuren in der aktuellen deutschen Pop-Art-Kunstszene in Auftrag gegeben hat. Avignon ist Maler, Performer, Veranstalter und Kurator, sehr präsent überall da, wo es um Sensation, Gute Laune und doch tiefgängige Kultur geht.

Der Film ist als arte-Eigenproduktion noch bis 2035 in deren Videothek abzurufen, den direkten Link finden Sie durch Klick auf das Bild.

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WIR WURDEN MIT DEM DEUTSCHEN BUCH-HANDLUNGSPREIS 2017 AUSGEZEICHNET!

Als eine von einhundert inhabergeführten Buchhandlungen Deutschlands haben wir den von der Kulturstaatsministerin Monika Grütters gestifteten Deutschen Buchhandlungs-preis 2017 zuerkannt bekommen. Außer über das Preisgeld in Höhe von 7000 Euro für neue Investitionen freuen wir uns natürlich über die Würdigung unserer Kulturarbeit mit Lesungen, Vorträgen und Ausstellungen, die in der Preisverleihung zum Ausdruck kommt. Und wir bedanken uns sehr herzlich für Ihr Interesse und Ihre Unterstützung, ohne die dieses Engagement nicht tragen würde.