JOACHIM JOHN

1933 bis 2018
Er war ein Künstler, dessen manische Schaffenskraft zu 1000 Federzeichnungen für die Illustration eines einzigen Buches führen konnte, ein fast besessener Zeichner, und einer der wirkmächtigen Stillen. Das Studium an der Universität in Greifswald brach John 1959 ab und zog auf die Insel Usedom, wo er zum Kreis des dort lebenden Malers Otto Niemeyer-Holstein stieß, der fernab der DDR-Bürokratie ein weitgehend autonomes Dasein führte. 1990 übernahm er eine Gastprofessur an der Gesamthochschule Kassel. John war von 1991 bis 1993 Sekretär der Sektion Bildende Kunst der Akademie der Künste zu Berlin (Ost) und Mitglied des von Heiner Müller berufenen Gremiums, das den Vereinigungsprozess der beiden Berliner Akademien der Künste gestaltete. Am 26. März 2018 ist er 85-jährig in seinem Haus in der Nähe von Schwerin gestorben.