WIR LADEN SIE SEHR HERZLICH EIN ZUR ERÖFFNUNG UNSERER AUSSTELLUNG:
FRANZISKA NEUBERT – AKTUELLER EINBLICK IN EIN GRANDIOSES WERK
AM FREITAG, 23. NOVEMBER 2018, 19.30 UHR. FRANZISKA NEUBERT WIRD PERSÖNLICH ANWESEND SEIN.

DIE AUSSTELLUNG IN DER FRANKFURTER BÜCHERGILDE BUCHHANDLUNG & GALERIE IST VOM 23.11.2018 BIS ZUM 15.1.2019 ZU SEHEN, MONTAG BIS SAMSTAG, 10.00 BIS 19.00 UHR.

Ich falle einfach mal mit der Tür ins Haus: Sie ist herausragend! Ihre Arbeiten gehören zum Besten, was die Geschichte des Original-Farbholzschnittes zu bieten hat. Als vor 10 Jahren der soeben selbst mit dem Hessischen Kulturpreis ausgezeichnete FAZ-Redakteur Andreas Platthaus in einer Laudatio Franziska Neuberts künstlerische Entwicklung in eine Reihe mit der von Ernst Ludwig Kirchner, Lyonel Feininger oder Frans Masereel stellte, mag mancher noch gedacht haben, das sei vielleicht sehr hoch gegriffen. Inzwischen kann man aber tatsächlich ein künstlerisches Werk bewundern, das in seiner Entschiedenheit, Vielfalt und Eindringlichkeit einfach beeindruckend ist.

Franziska Neubert wurde 1977 in Leipzig geboren, studierte von 1996 bis 2002 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig u.a. bei Volker Pfüller. Nach ihrem Diplom im Jahr 2002 erhielt sie ein einjähriges Stipendium des DAAD und studierte an der Ecole Nationale des Arts Décoratifs Paris. 2005 bis 2007 war sie als Stipendiatin der Friedrich-Ebert-Stiftung Meisterschülerin an der Hochschule für Grafik und Buchkunst bei Thomas M. Müller.

2007 wurde ihr Künstlerbuch „Warten“ von der Stiftung Buchkunst als eines der 50 schönsten Bücher ausgezeichnet, siebzehn Positionen verzeichnet die Liste ihrer Auszeichnungen, darunter der Hans-Meid-Förderpreis. Ausstellungen von ihr waren nicht nur in allen Teilen Deutschlands zu sehen, sondern auch in Japan, Korea, Frankreich, der Schweiz und Italien. Das Printing-Museum (Tokio/Japan), die Hans-Meid-Stiftung, das Itabashi-Art-Museum (Japan), die Washingtoner Dependance der Heinrich-Böll-Stiftung, das Stadtmuseum Borken und andere öffentliche Sammlungen haben Arbeiten von Franziska Neubert für ihre Sammlungen angekauft.

ZU DEN ARBEITEN DER KÜNSTLERIN

LYRIK VON KARL MARX? ABER JA DOCH!

DER NEUESTE PRESSENDRUCK VON SVATO ZAPLETAL

Der politisch interessierte Mensch weiß natürlich, dass Karl Marx Das Kapital verfasst hat, aber Gedichte? Der Karl Marx? Ja, Karl Marx (* 5.5.1818 – † 14.3.1883) verfasste in jungen Jahren unzählige Gedichte, meist romantische Balladen von beträchtlicher Länge, einige Liebesgedichte für seine zukünftige Frau Jenny, Gedichte für seinen Vater. Aber auch einige, in denen er mit Gott und der Welt hadert. Der V.O.Stomps-Preisträger Svato Zapletal, der in Hamburg und in der Nähe von Prag lebt, hat wie schon so oft mit feinem Gespür für verborgene Schätze der deutschen Literaturgeschichte die Gedichte gefunden, ausgewählt und mit mehrfarbigen Orig.-Linolschnitten illustriert.

ZU DEN ARBEITEN DES KÜNSTLERS

THOMAS GÜNTHER (1952 – 2018)

VERLEGER DER EDITION DECHAMPS UND DER EDITION GALERIE AUF ZEIT

Im erzgebirgischen Schneeberg als Sohn des bekannten Autors und Regisseurs Egon Günther geboren, war Thomas Günther in den letzten DDR-Jahren einer der führenden literarischen Bohemiens in Berlin-Friedrichshain. Selbst Autor und Fotograf, reüssierte er ab 1990 als Verleger der von ihm gegründeten Edition Galerie auf Zeit Berlin wie der Edition Dschamp, für deren Programm er 2003 mit dem V.O.Stomps-Preis der Stadt Mainz ausgezeichnet wurde. Seine Künstlerbücher, u.a. mit Klaus Zylla und Angela Hampel, wurden vor allem auch von amerikanischen Bibliotheken gesammelt. Der Schauspieler Ben Becker, mit dem er befreundet war, las auf seinen Buchpräsentationen. Unter uns Buchmesse-Ausstellern blieb der stimmgewaltige Verleger, immer in roter Lederjacke und mit einer Flasche Bier in der Hand, der Bohemien. Vor wenigen Wochen wurde Thomas Günther in Berlin bei einem Verkehrsunfall tödlich verletzt. Auch wenn es in letzter Zeit ruhig um ihn geworden war – wir vermissen diese markante Persönlichkeit der ostdeutschen Buchkunst.

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WENN SCHON LÄUSE – DANN BLEILÄUSE

An sich ist die Bleilaus ein Tier, das alle Schriftsetzer einer Druckerei kannten, nicht aber journalistische oder handwerkliche Neulinge der Branche. Deren Humorhorizont wurde getestet, wenn sie mit den Augen immer dichter ans Satzschiffchen heranrückten, um die Winzlinge endlich zu sehen zu bekommen – und ihnen dann plötzlich Wasser ins Gesicht spritzte.

Vor gut 22 Jahren gründete sich in Leipzig ein Verein mit diesem gezieferischen Namenspatron, der unter künstlerischer Leitung das Ziel einer buchästhetischen Erziehung für Kinder verfolgt – welch grandiose Idee! Bücher fallen eben nicht einfach aus dem niko-laus-ischen (sic!) Schlitten, sondern werden Buchstabe für Buchstabe gesetzt, die Geschichten selbst ersonnen und aufgeschrieben, Inhalt zählt mehr als Orthografie. Und natürlich gibt’s Bilder zu den Büchern, und wenn die schöne Geschichte nicht nur in einem, sondern in mehreren Exemplaren existieren soll, dann sind doch Holz- und Linolschnitt oder Siebdruck wunderbare Möglichkeiten, damit man nicht dauernd das Gleiche noch mal malen muss. Auch der Fünfte Druck der Gutenberg Presse 1998 gestalteten die Bleiläuse: Elf Kinder schufen eine neue Sicht auf die Erschaffung der Welt!

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ALFRED HRDLICKA WÄRE 2018 90 JAHRE ALT GEWORDEN, 2019 IST SEIN 10. TODESTAG

Er gehört zu den größten Künstlern des 20. Jahrhunderts, ein Berserker an der Radierplatte wie am Marmorblock, ein Provokateur, ein Anprangerer von Gewalt und Machtmissbrauch, einer der Wenigen, die glaubwürdige politische Mahnmale für den öffentlichen Raum schaffen konnten. Diese Lücke, die sein Tod gerissen hat, ist noch nicht wie-der gefüllt. Was bleibt, sind seine Bücher, seine Skulpturen, seine Grafiken, und das zu – für einen Künstler seiner Weltbekanntheit – moderaten Preisen.

ZU DEN ARBEITEN DES KÜNSTLERS

INVENTUR-FUNDSTÜCKE TEIL 2

Wie schon im letzten Frankfurter Grafikbrief berichtet, hat unsere Inventur so manches aus dem Blicke geratene oder in keinen größeren Zusammenhang passende Juwel an die Oberfläche gebracht, ein Aspekt der hier nun vorliegenden Übersicht ist die erstaunliche Vielfalt und Heterogenität der zeitgenössischen originalgrafischen Buchkultur…
Eines ihrer unsterblichen Monumente ist der "Totengtanz von Basel" von HAP Grieshaber

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EIN FEINER PRESSENDRUCK VON JOACHIM JOHN (1933 BIS 2018),

DEN WIR IM NACHRUF AUF DEN KÜNSTLER IM 219. FRANKFURTER GRAFIKBRIEF VERGESSEN HATTEN:

Volker Braun/Joachim John – Ein anderer Woyzeck/Der berüchtigte Christian Sporn. Mit 5 einzeln signierten Orig.-Radierungen sowie etlichen Illustrationen von Joachim John. Bleisatz, Buchdruck, Buchgestaltung Gert Wunderlich, der ebenso wie Volker Braun das Impressum signiert hat. Leipziger Bibliophilen-Abend 2004.

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GEORG BÜCHNER/ANTON WATZL – LENZ

ANTON WATZL(1930 BIS 1994)

Edition Tiessen,1982. Mit dreizehn Original-Holzschnitten von Anton Watzl. Handsatz, Buchdruck auf Büttenpapier, von Hand als Hardcover gebunden. Anton Watzl war ein österreichischer Maler und Grafiker, er gilt als einer der bedeutendsten österreichischen Buchillustratoren der letzten Jahrzehnte.

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MATTHIAS KLEINDIENST ALS VERLEGER VON KARL-GEORG HIRSCH

INVENTURFUNDE IV

Karl-Georg Hirsch/Hans Georg Bulla – Über Land. Ausgewählte Gedichte. Leipzig, edition m, 1993. Mit 5 Original-Radierungen und 4 Orig.-Flachdruckgrafiken auf den Vorsätzen von Karl-Georg Hirsch. Hier ist ein Wort zum Verleger zu sagen: Matthias Kleindienst (Edition m) war sozusagen zeitberufslebens bis dieses Jahr der Leiter der Hochdruckwerkstatt der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Er ist der eigentliche Entdecker der „Neuen Leipziger Schule“, für die große Glocke zu bescheiden. Bevor er mit eigener Galerie die jungen Leipziger Künstler vertrat, verlegte er wunderbare orig.-grafische Bücher wie dieses, er begründete auch die Reihe „Bagatellen“ mit K.-G. Hirsch.

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ROLF MÜNZNER, PROFESSOREN-KOLLEGEN UND STUDIERENDE DER HGB LEIPZIG SCHUFEN EIN LUXUS-BILDERBUCH

INVENTURFUNDE V

Professoren und Studierende der Fachklasse Freie Grafik der Hochschule für Grafik und Buchkunst – Quer fällt ein. 2003. Das ist ein dolles Ding, und weil es nur 20 Exemplare davon gibt, glaube ich, dass das hier zum ersten Mal überhaupt bibliografiert wird: Quergebundenes Leporello 28 Seiten mit insgesamt 15 hochwertigen Originalgrafiken zu einem Gedicht von Erich Kästner, pars pro toto: Rolf Münzner, Uwe Braun, Stephanie Marx, Steve Viezens, Nadine Respondek, Ulrich Hachulla (

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BIBLIOPHILE AUSGABE DER BÜCHERGILDE VON 1991, VERLAGSFRISCH!

INVENTURFUNDE VI

Brüder Grimm/Eugen O. Sporer (1920 – 1994) – Die Bremer Stadtmusi-kanten und Die Nixe im Teich. Mit 5 Orig.-Holzschnitten von Sporer. Von Hand gesetzt, im klassischen Hochdruck in 500 Exemplaren auf Bütten gedruckt, in feines grünes Leinen gebunden, mit einem dünnen grünen Pappschuber versehen und vom Künstler im Impressum signiert wurde. Einige Exemplare tauchten kürzlich bei der Büchergilde-Verlags-Inventur auf (nicht nur wir haben einen tiefen Keller…)

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VORZEICHNUNG, DRUCKSTOCK UND DRUCK VON HANS TICHA

Das ist das komplette Dokument eines künstlerischen Arbeitsprozesses: Die Entwurfsskizze für einen Holzschnitt, der 2018 im Tabor Kalender erschien, den Druckstock und einen signerten Abzug vom Stock. Hans Ticha als Purist bearbeitet den Druckstock nicht nach - so wie er nach dem letzten Abzug aus der Presse kam, so wird er geliefert

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ORIGINALGRAFIK VON BRAQUE, CHAGALL, MIRó, CHILLIDA, GIACOMETTI UND ANDEREN:

EIN GANZ SELTENES HEFT DER REIHE "DERRIèRE LE MIROIR"

Nr. 119: Poètes, Peintres, Sculpteurs. Paris 1960. 18 Bögen, lose ineinander gelegt, mit 9 (davon 7 farbigen) Original-Lithografien. 38,5 x 28 cm.
Braque (Mourlot 96), Chagall (M. 297), Miró (M. 197), Bazaine, Ubac, Palazuelo, Chillida, Giacometti und Fiedler. 2 Lithographien nach Fernand Léger u. Wassily Kandinsky sowie Texte von René Char, Blaise Cendrars, Raymond Queneau, Jacques Dupin u.a. Nahezu verlagsfrisch.

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