SARAH SCHUMANN

Wer die Arbeit der 1933 in Berlin als Tochter eines Bildhauer-Paares geborenen Künstlerin bislang noch nicht kannte, den erreicht sie jetzt auch durch das wunderbare Buch von Silvia Bovenschen 'Sarahs Gesetz'. Sarah Schumann hat nicht nur ein wahres Wunderwerk von 50 herrlichen Titelbildern der großen Virginia-Woolf-Ausgabe des Fischer-Verlages geschaffen, sie gehört auch zu den Wegbereiterinnen feministischer Selbstbehauptung in dem traditionell männlich dominierten Kunstausstellungsbetrieb: Die von ihr mitinitiierte Ausstellung Künstlerinnen International 1877–1977 in Berlin 1977 verschaffte in Nachkriegs-Westdeutschland zeitgenössischen Künstlerinnen erstmals überhaupt geballte Aufmerksamkeit.