WIR LADEN SIE SEHR HERZLICH EIN ZU UNSERER AUSSTELLUNG:

LUSICI – AUFBRUCH DER GRÄSER
ZUM ERSTEN MAL DIE DRUCKGRAFIK

IM KABINETT:
THOMAS KARSTEN –
AFRIKANISCHE LANDSCHAFTEN. FOTOGRAFIE

DIE IN DER FRANKFURTER BÜCHERGILDE BUCHHANDLUNG & GALERIE (AN DER STAUFENMAUER 9) VOM 16.6. BIS ZUM 8.8.2018 ZU SEHEN IST, MONTAG BIS SAMSTAG, 10.00 BIS 19.00 UHR.

Ein Prolog:
Dietrich Lusici gehört zum Tafelsilber der zeitgenössischen deutschen Kunst. Seine Kunst wie sein Lebenslauf verkörpern das Wertvollste, was ein Künstler „seiner“ Gesellschaft zu geben vermag: Das Vorbild absoluter Unabhängig- und Eigensinnigkeit. Das muss man erst mal durchleben – zumal im ersten künstlerischen Lebensabschnitt in der DDR. Und von so einem können Sie nun in seinem 76. Lebensjahr zum ersten Mal die unglaublich aufwändige, ein Künstlerleben lang gepflegte Druckgrafik in einer Ausstellung sehen! Der Markt richtet’s schon? Ja, aber nur, wenn es genug abwirft…

Lusici, 1942 in Ragow als Dietrich Schade geboren, ist einer der Künstler, für die es nur einen authentischen Aufenthaltsort zu geben scheint: den zwischen allen Stühlen. Er reißt sich nicht um Kontakt, seine Website ist abgestellt, gefunden habe ich ihn mithilfe des Betreibers einer Internetseite über „Spreewald-Originale“. Dass ihm seine Lausitzer Heimat, der er lange zugunsten von Berlin den Rücken gekehrt hat, viel bedeutet, kann man an seiner 1982 offiziell beurkundeten Namensänderung von Schade in Lusici (ursprüngliche Bezeichnung für „Der Lausitzer“) ablesen.

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ZU DEN ARBEITEN DES KÜNSTLERS

IM KABINETT:
THOMAS KARSTEN –
AFRIKANISCHE LANDSCHAFTEN. FOTOGRAFIE

Die Arbeit des 1958 in Eisenach geborenen Künstlers begleiten wir ja seit vielen Jahren, so stammte die allererste Original-Foto-Edition des Büchergilde artclub 1999 von Thomas Karsten. „Thomas, mach ein Bild von uns“ lautete der Titel seines ersten Fotobuches, das gleich mit dem Kodak Fotobuchpreis 1988 ausgezeichnet wurde, und das war für viele Jahre auch sein fotografisches Konzept. Mehr als 20 Bücher mit Aktfotografie von ihm sind seither erschienen, er ist damit der meistpublizierte Aktfotograf Deutschlands.

Als sein Bruder vor ca. 10 Jahren als Entwicklungshelfer nach Uganda ging, besuchte Karsten ihn dort für mehrere Monate und entdeckte die afrikanische Landschaft für sich und sein fotografisches Werk. Für diese Arbeiten erhielt er 2013 den Fotopreis der Michael Horbach Stiftung und wurde beim Pearl International Film Festival 2012 in Kampala/Uganda mit der Auszeichnung „Best Cinematography“ bedacht.

Die in Köln ansässige Michael Horbach Stiftung zeigt derzeit in ihren Räumen in Köln auf mehr als 1000 qm noch bis zum 29. Juli 2018 diese Afrika-Bilder:
#Uganda · different perspectives Wormser Str. 23 in Köln, So. 11.00 – 14.00 Uhr, Mi. u. Fr. 15.30 – 18.30 Uhr.

Und wir zeigen auf den 10 Quadratmetern unseres Kabinetts eine kleine Auswahl, sozusagen die „Best-ofs“.

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UND NOCH MAL THOMAS KARSTEN:

KATALOG DES DEUTSCHEN FOTOMUSEUMS

Im Frühjahr hatte Thomas Karsten eine Ausstellung im Deutschen Fotomuseum in Markkleeberg, ein wunderschöner Ort mit einer festen Übersichtsausstellung über die Entwicklung der Fotografie, die den Besuch lohnt, der angrenzende Park an der Pleiße und die Villen in der Umgebung ebenso, günstig gelegen zur A 38…

Die Kuratoren dieser Ausstellung hatten die gute Idee, Bildpaare ähnlichen Sujets in Schwarzweiß und Farbe zu bilden, und dieses Konzept ist auch in dem ausgezeichneten Katalog zu sehen, den es nur in kleiner Auflage als Vorzugsausgabe gibt:

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APROPOS FOTOGRAFIE: THE OPÉRA VI

Ich hatte sie schon totgesagt, nein, ich hatte den Ab-schied des Bielefelder Kerber-Verlages vom Projekt des Magazine for Classic & Contemporary Nude Photography pflichtgemäß kolportiert, da erscheint nun ein schlappes Jahr später Volume VI. Da wir mit dem angekündigten Ende des Heftes auch unsere Abonnentendatei für dieses Magazin gelöscht hatten, bitten wir alle Interessenten, jetzt also neu zu bestellen

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NURIA QUEVEDO ZUM 80. GEBURTSTAG

Nuria Quevedo wurde 1938 in Barcelona als Kind katalanischer, republikanisch gesinnter Eltern geboren, die 1952 aus Franco-Spanien in die DDR emigrierten. Quevedo studierte an der Kunsthochschule Berlin Weißensee – bei Werner Klemke, dessen Meisterschülerin sie auch war, und bei Arno Mohr, zwei Zeichnern, die ihr die tiefe Neigung zum kargen Schwarzweiß vererbten. Sie gewann 1974 den Max-Lingner-Preis der Akademie der Künste der DDR, 1988 den Nationalpreis der DDR, 2005 die Hans-Meid-Medaille für Illustration. Legendär sind ihre Bilder zu Christa Wolfs „Kassandra“, sie illustrierte aber auch Anna Seghers und Franz Fühmann, Autoren, die sich intensiv mit Fragen der menschlichen Existenz im Exil auseinandergesetzt haben. Das ist das Lebensthema dieser Künstlerin mit ihren beeindruckend monolithischen Figuren, die oft einsam wirken und sich selbst tastend erproben

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KARL-GEORG HIRSCH ZUM 80. GEBURTSTAG

Karl-Georg Hirsch an dieser Stelle zu beschreiben wirkt ein bisschen wie Eulen nach Athen tragen, denn der Künstler ist mit seinen Holzstichen und Holzstich-Illustrationen hier seit vielen Jahren allgegenwärtig. Die Kurzfassung trotzdem: 1938 in Breslau geboren. Von 1960 bis 1965 Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Dort selbst ab 1976 Dozent und von 1989 bis 2003 Professor. Lebt und arbeitet in Leipzig.

Seine Bild-Handschrift wurde vor allem durch den Holzstich unverwechselbar: In dieser von nicht vielen beherrschten grafischen Technik wird in Hirnholz geschnitten, d.h. der Künstler nutzt kein Brett wie im Holzschnitt, sondern sozusagen eine Baumscheibe. Da kann man nicht mit der Maserung schneiden, das Hirnholz ist extrem hart, und es können mit dem Stichel nur kleinste Späne herausgestochen werden... Lesen Sie bitte weiter nach Klick auf's Bild.

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KAY VOGTMANN ANGEBLICH 50

Da habe ich nicht schlecht gestaunt, als mich ein gut informierter Kunstliebhaber darauf aufmerksam machte, dass in Schloss Molsdorf bei Erfurt eine Ausstellung mit Arbeiten von Kay Vogtmann zu sehen sei (leider am 17.6.18 zu Ende gegangen) – das allein ist vielleicht nicht erstaunlich, aber als Anlass wurde der 50. Geburtstag des Künstlers genannt. Mein Gott, der kam doch eben erst von der Uni in Leipzig! Hat der wegen großer künstlerischer Begabung ein paar Lebens-Klassen übersprungen? So oder so, ein herzlicher Glückwunsch mit dem Wunsch, dass der Rest ihm langsamer vergehen möge, und bei der Gelegenheit Verweis auf eines der erstaunlichsten Bücher, die ich als Büchergilde-artclub-Verleger in die Welt bringen konnte...

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DON QUIJOTE IN PETER ZAUMSEILS BILDERN

Der in Elsterberg lebende Künstler, Meister des Farbholzschnittes wie auch der Kettensägenskulptur, ist ein gewiefter Büchermacher und trifft mit seinen Pressendrucken trotz der nicht gerade im Dumpingbereich angesiedelten Preise (die man aber nie durch die verausgabte Arbeitszeit teilen darf, da flössen einem die hellen Zähren des Mitleids die Wangen herunter) offenbar einen Nerv – denn die Auflagen sind schneller weg, als mir oft lieb ist.

Nun also schon zum wiederholten Mal die Auseinandersetzung mit dem eigensinnigen Kämpfer gegen die Flügel der Windmühlen, und das wohl weniger, um den Legionen der Illustration zum Text nur eine weitere zuzugesellen, sondern zur Besinnung darauf, gegen was wir alles so blindwütig kämpfen, von dem sich bei Licht betrachtet vielleicht die Gelassenheit als das adäquate Mittel der Begegnung herausstellt…

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MATTHIAS GUBIGS 17. SPÄTDRUCK

Ich hoffe, die Buchkunst-Fachbereiche der Hochschulen (soweit vorhanden) haben so viel Luft in ihren Bücherankaufsetats, dass sie die „Spätdrucke“ komplett in ihre Bibliotheken stellen können, denn was der Künstler und emeritierte Professor für Buchgestaltung in dieser Reihe vorlegt, ist beispielhaft für das Niveau der Buchkunst im 21. Jahrhundert.

Dieses Mal hat er sich einen Text von Dante aus der Göttlichen Komödie vorgenommen, zu dem Volker Braun ein modernes Pendant geschrieben hat. Gubig hat zu jedem Text ein vierteiliges Leporello in Holzstich und Klischeedruck geschaffen, die das Buch eröffnen und beschließen.

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EIN NEUES KAPITÄLCHEN

In Peter Renschs Andante Handpresse erscheinen seit vielen Jahren die kleinen Broschuren, originalgrafisch mit einem Schwerpunkt auf dem Bild. So ist es auch in der neuesten Ausgabe von Ute Hausfeld, die Frauenköpfe in Holz schneidet und damit Stereotype schafft, die man teils zu kennen meint, teils belächelt ob ihrer Schrillheit. Dabei illustrieren sie ein Gedicht von Stefan Zweig über junge Mädchen im Frühling.

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NEUE DERRIèRE-LE-MIROIR-HEFTE

Derrière le Miroir war ein (meist) originalgrafisches Periodikum, das von 1946 bis 1982 von dem französischen Verlegerpaar Marguerite und Aimé Maeght in Paris herausgegeben wurde. Bestandteil der meisten Hefte war Originalgrafik, die überwiegend vom wohl berühmtesten aller Lithografie-Drucker, Fernand Mourlot, gedruckt wurde.
Die nicht signierten Hefte (38 x 28 cm), denen die Originalgrafiken in losen Bögen beiliegen, sind eine wunderbare Möglichkeit, an eigentlich unbezahlbare Originale der genannten Künstler zu kommen, ohne Sorge vor Fälschun-gen haben zu müssen – in der Preisregion lohnt das nicht wirklich.

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ZU UNSERER NÄCHSTEN AUSSTELLUNGS-ERÖFFNUNG KOMMT KLAUS SÜSS!

AM SAMSTAG, 11. AUGUST UM 19.30 UHR

Wir zeigen in einer Kabinett-Ausstellung die kleinen Modelle des Künstlers, die er als plastische Entwürfe für große Plastiken angefertigt hat - die haben die Anmutung dreidimnsionaler Skizzen und großen Charme. Den hat der Künstler ja bekanntlich auch...

In der Hauptausstellung zeigen wir die Zeichnungen von Annika Siems zu Graham Greene "Der dritte Mann", zu der es eine eigene Veranstaltung im September geben wird.

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