Wolfgang Petrick

Wolfgang Petrick, am 12. Januar 1939 in Berlin geboren, studierte ab 1958 Biologie an der FU Berlin, wechselte aber an die Hochschule für Bildende Künste (heute UdK) bei den Professoren Mac Zimmermann, einem Vertreter des deutschen Surrealismus, und beim Bauhaus-Künstler Fritz Kuhr. Nach dem Studium gründete er 1965 mit 15 Künstlern wie u. a. Karl Horst Hödicke, Markus Lüpertz und Peter Sorge eine der ersten unabhängigen Produzentengalerien Deutschlands, die sich als Gegenmodell zum etablierten Kunsthandel verstand. Petrick war in einer noch weitgehend von der Abstraktion dominierten Kunstland-schaft im Nachkriegsdeutschland ein Kämpfer für die figurative Kunst. Von 1975 bis 2007 hatte er eine Professur an der Hochschule der Künste Berlin inne. 1977 war er Teilnehmer der documenta 6. Petricks Werk war geprägt von den furcht-baren Eindrücken einer Kindheit in der Nähe des KZ-Außenlagers Daimler-Benz Genshagen. In der Berliner Mariannenpresse schuf er außergewöhnliche Künst-lerbücher. Wolfgang Petrick starb am 5. Dezember 2025 im Alter von knapp 87 Jahren in Berlin.