Urte von Maltzahn-Lietz

So sehr oft trifft man nicht auf Künstler/innen, die u.a. auch Mongolistik studiert haben. Nachträglich habe ich mich gewundert, dass ich Urte von Maltzahn gar nicht danach gefragt habe, was sie denn dazu bewogen hat, aber ihr Lebenslauf weist so viele Wendungen auf, dass einen eigentlich gar nichts wundern kann. - Geboren wurde sie 1972 in Güstrow in Mecklenburg, der Ernst-Barlach-Stadt, als Tochter eines in der DDR-Bürgerrechtsbewegung höchst engagierten Pfarrers, der später auch einer der Mitbegründer des Neuen Forums war. Für seine Tochter freilich erwuchs daraus eine bittere Beschränkung ihrer Entfaltungsmöglich-keiten: Sie sagt, ihr sei schon im ersten Schuljahr klar geworden, dass sie als Tochter des Klassenfeindes keinen Anspruch darauf haben würde, ihren Ausbil-dungsweg, einschließlich des Schulabschlusses, selbst zu wählen. Statt Abitur zu machen, musste sie nach der 10. Klasse abgehen und sollte eine Lehre als Melkerin absolvieren. Gesundheitliche Gründe verhinderten Letzteres und nach vielem Hin und Her bekam sie durch Vermittlung eines Kirchenvorstands die Chance, Gebrauchsgrafikerin zu lernen. So konnte sie immerhin etwas mit ihrem zeichnerischen Talent anfangen... Lesen Sie weiter nach Klick auf den Link

künstlerportrait
Foto: Svato Zapletal